Drei Generationen Leidenschaft für Franciacorta
- 1. Juni
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Im Herzen der Franciacorta, in Cazzago San Martino, steht das Familienweingut Ambrosini seit mehr als fünf Jahrzehnten für kompromisslose Qualität und tiefe Verbundenheit mit dem Territorium. Die Geschichte des Weinguts ist die Geschichte einer Familie, die über drei Generationen hinweg ihre Leidenschaft für den Weinbau weitergegeben hat.
Den Grundstein legte der Grossvater der heutigen Eigentümer. Er besass bereits Weinberge in Franciacorta und widmete sich mit grosser Hingabe dem Anbau hochwertiger Trauben, die damals an andere Produzenten verkauft wurden. Sein Sohn erkannte das Potenzial der eigenen Lagen und entschied sich, einen Schritt weiterzugehen: Er begann, aus den Trauben der Familie eigene Franciacorta-Weine zu erzeugen. Gleichzeitig erweiterte er den Besitz durch den Erwerb zusätzlicher Rebflächen und entwickelte das Familienunternehmen kontinuierlich weiter.
Heute wird das Weingut von der dritten Generation geführt. Die drei Brüder haben sich die Verantwortung innerhalb des Unternehmens aufgeteilt und bringen ihre jeweiligen Kompetenzen in die unterschiedlichen Bereiche ein. Gemeinsam führen sie die Vision ihrer Vorgänger fort und verbinden Tradition mit modernem Know-how.

Weinbergen
Ein besonderes Merkmal des Weinguts Ambrosini ist die Lage seiner Weinberge. Die Reben umgeben die Kellerei direkt und bilden eine Einheit mit dem Weingut. Diese unmittelbare Nähe ermöglicht eine präzise Kontrolle der Weinberge während des gesamten Vegetationszyklus und garantiert kürzeste Wege zwischen Lese und Verarbeitung. Die Trauben gelangen innerhalb kürzester Zeit in den Keller und können so ihre Frische, Aromatik und Qualität optimal bewahren. Diese Voraussetzung bildet die Grundlage für die hohe Güte der Weine und den unverwechselbaren Stil des Hauses.
Auf rund zehn Hektar Rebfläche kultiviert die Familie Chardonnay, Pinot Bianco und Pinot Nero. Jede Flasche soll die Besonderheiten des Terroirs widerspiegeln und die Charakteristik der Region authentisch zum Ausdruck bringen. Die Philosophie ist klar: Qualität entsteht im Weinberg und wird im Keller mit grösster Sorgfalt bewahrt.
Keller
Die moderne Kellerei liegt im Zentrum der Weinberge und ermöglicht die vollständige Kontrolle aller Produktionsschritte. Modernste Technik unterstützt dabei die traditionelle Handwerkskunst. Präzise Temperatursteuerung und besonders schonende Vinifikationsmethoden bewahren die Frische, Eleganz und aromatische Finesse der Weine.

Gleichzeitig versteht die Familie Ambrosini Wein als Ausdruck ihrer Heimat. Laufende sensorische und wissenschaftliche Forschung hilft dabei, die Besonderheiten der Moränenböden, des Lichts und der Jahreszeiten in den Weinen sichtbar zu machen. Jede Cuvée erzählt von der Landschaft Franciacortas – von den grünen Weinbergen des Frühlings über die intensive Sommersonne bis hin zur stillen Atmosphäre des Winters sowie den historischen Klöstern und Burgen, die das Panorama der Region prägen.
So entsteht Franciacorta nicht nur als Wein, sondern als Ausdruck einer einzigartigen Kulturlandschaft – elegant, präzise und unverwechselbar italienisch.
Franciacorta – Italiens Antwort auf die Kunst des Schaumweins
Zwischen den sanften Hügeln der Lombardei, eingebettet zwischen dem Iseosee und dem Monte Orfano, liegt eine der renommiertesten Schaumweinregionen Europas: Franciacorta. Das rund 200 Quadratkilometer grosse Anbaugebiet in der Provinz Brescia umfasst 19 Gemeinden und gilt heute als Synonym für höchste Qualität, traditionelle Handwerkskunst und italienische Eleganz.
Der Name Franciacorta geht auf den mittelalterlichen Begriff „francae curtes“ zurück – „freie Höfe“. So wurden die Siedlungen der Benediktinermönche bezeichnet, die von Steuern und Abgaben befreit waren und damit die landwirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig prägten. Die Verbindung zwischen Franciacorta und dem Weinbau reicht jedoch noch weiter zurück. Bereits 1570 beschrieb der Brescianer Arzt Gerolamo Conforti in seinem Werk Libellus de vino mordaci die besondere Eignung des Gebiets für die Herstellung prickelnder Weine und dokumentierte deren erstaunlich weite Verbreitung.
Heute steht der Begriff Franciacorta nicht nur für ein geografisches Gebiet, sondern zugleich für eine geschützte Ursprungsbezeichnung, eine Produktionsmethode und den Wein selbst. Als erster italienischer Schaumwein, der ausschliesslich nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt wird, erhielt Franciacorta die höchste italienische Qualitätsstufe DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita).

Das Terroir: Geprägt von Eiszeit und See
Die Landschaft Franciacortas verdankt ihren Charakter den Gletschern der letzten Eiszeit. Unterschiedliche Moränenböden schaffen ein aussergewöhnlich vielfältiges Mosaik an Terroirs und Mikroklimata. Das kontinentale Klima wird durch die Nähe des Iseosees positiv beeinflusst: Temperaturschwankungen werden abgefedert, starke Fröste gemildert und ideale Bedingungen für eine ausgewogene Reifung der Trauben geschaffen.
Für die Herstellung von Franciacorta sind ausschliesslich die Rebsorten Chardonnay, Pinot Nero und Pinot Bianco zugelassen, wobei Pinot Bianco maximal 50 Prozent der Cuvée ausmachen darf. Die Weinberge sind auf einen Höchstertrag von 100 Doppelzentnern pro Hektar begrenzt. Die Lese erfolgt von Hand und findet je nach Jahrgang zwischen Anfang August und Anfang September statt.
Herstellung

Die Qualität von Franciacorta basiert auf strengen Produktionsrichtlinien des Consorzio Franciacorta. Nach der schonenden Pressung der Trauben wird der hochwertige Vorlaufmost für die Grundweine verwendet. Die erste Gärung erfolgt in Tanks, bevor die Kellermeister im Frühjahr die Cuvée komponieren – ein präzises Zusammenspiel verschiedener Rebsorten, Lagen und gegebenenfalls Jahrgänge.
Anschliessend wird der Wein mit einer Mischung aus Zucker und Hefen in die Flasche gefüllt. Dort beginnt die zweite, natürliche Gärung, die für die feine Perlage verantwortlich ist. Die Flaschen reifen über viele Monate horizontal in den Kellern, bevor sie durch das traditionelle Rüttelverfahren oder moderne Gyropaletten von ihren Hefesedimenten befreit werden.
Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlagerzeiten auf der Hefe betragen:
18 Monate für Franciacorta ohne Jahrgangsangabe
30 Monate für Franciacorta Millesimato (Jahrgangswein)
60 Monate für Franciacorta Riserva
Diese lange Reifezeit verleiht den Weinen ihre besondere Komplexität, Struktur und Eleganz. Nach dem Degorgieren wird die sogenannte Liqueur d’Expédition hinzugefügt – eine Mischung aus Grundwein und Zucker, die den endgültigen Stil des Weins bestimmt. Erst nach einer abschliessenden Qualitätskontrolle erhält jede Flasche das offizielle staatliche Garantiesiegel.



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